Stadt Bremerhaven reagiert positiv auf Nordsee-Verkauf

Der Verkauf der Fischrestaurantkette Nordsee an den Finanzinvestor Kharis Capital ist von der Bremerhavener Stadtspitze mit Wohlwollen aufgenommen worden.

Gespräch über Zukunft

„Es wird sicher bald ein Gespräch von Oberbürgermeister Melf Grantz in seiner Funktion als Wirtschaftsdezernent mit dem neuen Eigentümer geben, um über die Zukunft des Unternehmens am Standort Bremerhaven zu sprechen“, sagte Volker Heigenmooser, der Pressesprecher des Magistrats.

Über 100 Millionen Euro

Am Dienstag hatte der bisherige Eigentümer, der Molkereiunternehmer Theo Müller, bekanntgegeben, die Nordsee GmbH an die in Deutschland weitgehend unbekannte Beteiligungsgesellschaft Kharis Capital verkaufen zu wollen. Hinter Kharis stehen 50 vermögende Familien, die über diese Gesellschaft langfristig in Unternehmen aus der Nahrungsmittelbranche investieren. Die Kaufpreise belaufen sich nach Angaben des Unternehmens in einer Größenordnung zwischen 100 Millionen Euro und 250 Millionen Euro.

313 Restaurants

Das Bremerhavener Unternehmen Nordsee betreibt 313 Restaurants in Deutschland, 32 in Österreich, 9 in Ungarn sowie vereinzelt in Belgien, Bulgarien, Rumänien, Schweiz, Slowakei und Tschechien.

Peter Herkenhoff

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Ex-Polizeibeamter im Bundesgrenzschutz (heute: Bundespolizei); Volkswirt (Uni Kiel und Köln), Absolvent der Kölner Journalistenschule; Stationen als Wirtschaftsredakteur bei Börse Online (München), Die Telebörse (Frankfurt/London), Die Welt (London/New York), Financial Times Deutschland und Dow Jones (Frankfurt); Ex-Pressesprecher (Targobank und Hogan Lovells/Düsseldorf)