„Walther Herwig III“ geht auf die Suche nach Makrelen-Eiern

Heute läuft das deutsche Fischereiforschungsschiff „Walther Herwig III“ zu einer sechswöchigen Reise aus. Wissenschaftler des Thünen-Instituts gehen mit dem Schiff im Atlantik auf Eiersuche. Sie fahnden in erster Linie nach Makrelen – die kommerziell wichtigste europäische Fischart. Für die Fischindustrie sind ihre Ergebnisse von großer Bedeutung.

Elf Wissenschaftler machen sich mit der „Walther Herwig III“ auf den Weg

Ein elfköpfiges Wissenschaftler-Team holt einem speziellen Fanggerät Fischeier an Bord. Diese werden anschließend untersucht und für die weitere Auswertung in Hamburg vorbereiten. Doch warum werden die Makrelen-Eier überhaupt gesammelt?

Durch die Eiersuche kann der Makrelenbestand bestimmt werden

„Wir können mit ihrer Hilfe Aussagen über den Makrelenbestand treffen“, sagt Fahrtleiter Jens Ulleweit. Die Populationsgröße der Makrele wird nämlich über die Anzahl der abgelegten Eier in Bezug zur Fruchtbarkeit der Elterntiere ermittelt.

Wie groß der Bestand ist, spielt insbesondere für die Fischwirtschaft eine große Rolle. Denn die Aufteilung der Fischereiquoten für Makrelen ist unter den Nationen, die den Bestand nutzen, seit Jahren heftig umstritten.

Mission ist die Grundlage für Fischereiquoten

Im August werden dann die Ergebnisse aller beteiligten Nationen im Internationalen Rat für Meeresforschung zusammengeführt und miteinander verrechnet, um eine Abschätzung der Bestandsgrößen zu erhalten. Dies bildet die Grundlage für die wissenschaftliche Fangempfehlung und damit für die späteren Fischereiquoten.  Über ihre Mission werden die Wissenschaftler des Thünen-Instituts ab dem 23. März auch in einem Blog berichten.