Afrikanische Schweinepest im Anmarsch: Sorgen in Zeven wachsen

Eine für Schweinehalter existenzbedrohende Seuche ist möglicherweise auf dem Weg nach Deutschland. Die afrikanische Schweinepest, gegen die es bislang keinen Impfstoff gibt, wurde bei Wildschweinen in Tschechien und Polen festgestellt. Landvolkverband und Kreisveterinäramt fordern Jäger und Landwirte zu akribischen Vorsichtsmaßnahmen auf.

Keine Speisereste zurücklassen

So sollten von Reisen in die betroffenen Länder generell keinerlei tierischen Erzeugnisse mitgebracht werden. Um das Übertragungsrisiko zu minimieren, dürfen Tiere auf keinen Fall mit Speiseresten gefüttert werden. Bei Ausflügen in die Natur oder beim Picknick dürfen keine Speisereste zurückgelassen werden.

Große Gefahr für Schweinehalter

Zevens Landvolk-Vorsitzender Rudolf Heins macht sich Sorgen um seine Berufskollegen. „Wenn hier im Landkreis die afrikanische Schweinepest ausbricht, sind hinterher bis zu 30 Prozent der Schweinebetriebe von der Landkarte verschwunden“, stellte er fest.

Wo die Seuche ausbricht, wird sofort gekeult

„Ein Ausbruch der afrikanischen Schweinepest träfe auch die Schlachthöfe und die Lebensmittel- und Futterindustrie. Vor allem hätte Deutschland sofort ein Exportproblem. Der gesamte asiatische Markt wird für Schweinefleisch aus Deutschland gesperrt, wenn hier die Pest ausbricht“, sagt Kreisveterinär Dr. Joachim Wiedener. Wo die Seuche ausbrechen sollte, wird der Nutztierbestand wird sofort gekeult, und für 45 Tage ein Sperrbezirk im Umkreis von drei Kilometern eingerichtet.