Afrikanische Schweinepest: Jäger sollen mehr Wildschweine schießen

Die Zahl der Wildschweine soll durch Jäger deutlich verringert werden. Damit soll das Ausbreitungsrisiko minimiert werden, falls die Afrikanische Schweinepest nach Deutschland eingeschleppt wird. Ein ehrgeiziges Vorhaben, das nicht so leicht umzusetzen ist, weiß Kreisjägermeister Dr. Hermann Gerken aus Zeven.

Probleme bei der Bejagung

Der Zevener Tierarzt ist seit Jahrzehnten passionierter Jäger und kennt die Probleme bei der Bejagung des Schwarzwildes. Die vom Landwirtschaftsministerium gemachten Vorgaben zur Prävention und für den Fall des Ausbruchs der Seuche sind nur mit großem Aufwand umzusetzen.

Prämien für mehr Abschüsse

Zur Intensivierung der Jagd soll es Prämien für den Mehrabschuss geben, der über dem Durchschnitt der zurückliegenden drei Jagdjahre liegt.

Berechtigte Forderung

Zur Forderung aus dem Bauernverband, den Wildschwein-Bestand durch Bejagung deutlich abzusenken, hat Gerken eine klare Meinung. Die Reduktion des Wildschweinbestands um 70 Prozent ist demnach eine berechtigte Forderung. Nur durch die Absenkung der Wildschweindichte ist die Übertragung der Seuche wirksam zu bekämpfen. Aber die Umsetzung dieser Forderung ist mehr als schwierig, so Gerken.

Rund 6000 Wildschweine im Kreis

Hermann Gerken geht von rund 6000 Wildschweinen im Kreis aus. „Diesen Bestand durch Bejagung auf 600 zu senken, dürfte sich als utopisch herausstellen. Da helfen auch nicht Prämien von 50 Euro pro mehr geschossenem Schwein.“

Joachim Schnepel

Joachim Schnepel

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