Anlieger der Wilstedter Trocknungsanlage leiden unter Lärm und Staub

Wenn sie im Haus bleiben, alle Fenster und Türen geschlossen halten, dann geht´s. Schlimm wird es jedoch, sobald sie ins Freie treten: Die Augen jucken, das Atmen fällt schwer, Kopfschmerz macht sich breit. Teilweise massiv leiden Anwohner einer Getreidetrocknungsanlage in Wilstedt unter Staub und Lärm.

Junge Frau hat ausgeprägte Beschwerden

„Anfangs dachte ich, ich werde krank“, berichtet Janka Struckmeyer.  Ausgeprägte Beschwerden peinigen die junge Frau, und zwar immer dann, wenn auf dem Gelände der benachbarten Raiffeisen-Genossenschaft die Getreidetrocknungsanlage angeschmissen wird. „Ich kann kaum einatmen, weil ich das Gefühl habe, einen Brocken auf der Brust zu haben.“

Anlage läuft länger und trocknet mehr Masse

Meterhoch strömt der Staub aus der Anlage an der Bahnhofstraße. Während der Trocknungsphase läuft der Betrieb nach Angaben der Anwohner rund um die Uhr. Und es wird mehr, so die Wahrnehmung einiger. Mehr an Masse – überwiegend Mais – die in der Trocknung bearbeitet wird, und mehr an Zeit, die die Anlage läuft.

Fachanwalt klärt jetzt die rechtlichen Hintergründe

Die Gruppe will nun rechtliche Hintergründe von einem Fachanwalt ausloten lassen. Zu klären sei, ob am Wilstedter Standort noch von einer mobilen Anlage gesprochen werden könne, und welche Rolle die  Geruchsimmissionsrichtlinie (GIRL) spiele.

Andreas Kurth

Andreas Kurth

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Andreas Kurth ist gebürtiger Rotenburger, und hat an der Wümme auch das journalistische Handwerk gelernt. Zuvor hat er Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre in Hamburg studiert und mit dem Diplom abgeschlossen. Seit 1993 kümmert er sich bei der Zevener Zeitung darum, was in Stadt und Samtgemeinde Zeven so los ist. Der einst selbst als Spieler und Trainer aktive Kicker ist Mitglied in zwei Fußball-Vereinen - im Heeslinger SC und bei Hertha BSC Berlin.