Sittensen: Aus Unterkunft in die Wohngemeinschaft

Adam Ouattara grinst übers ganze Gesicht. Der 28-jährige Flüchtling von der Elfenbeinküste hat in Sittensen eine Wohnung gefunden und zusammen mit seinem Landsmann Anfi Toure eine Wohngemeinschaft gegründet. Die Männer haben jetzt ihre Ruhe, wenn sie abends von der Arbeit kommen.

Kleine Wohnungen sind schwer zu finden

Die beiden hatten Glück. Leicht ist es nicht, in Sittensen eine kleine bezahlbare Wohnung zu finden. Vor allem junge Männer werden oft abgewiesen. Um nicht allein zu sein, suchen manche nach einer Drei-Zimmer-Wohnung, die sie sich dann zu zweit teilen.

Flüchtlinge haben es schwer

Vermieter hegen Bedenken, scheuen sich, die Wohnung an Flüchtlinge zu vermieten. Die Samtgemeindeverwaltung bietet deshalb Hilfe an. „Wir versuchen die Vorbehalte zu entkräften“, sagt Stefan Miesner, stellvertretender Samtgemeindebürgermeister.

Wohnungsvermittlung über Beziehungen

Bei der Wohnungssuche springt vor allem der Flüchtlingshilfeverein EWiS ein. Die Ehrenamtlichen halten die Ohren auf, fragen Bekannte, bauen Vertrauen auf. Über Beziehungen gelingt es immer mal wieder, einem Flüchtling eine Wohnung zu besorgen. Hin und wieder helfen auch die Betriebe, in denen die Männer arbeiten. Die ehrenamtlichen Helfer appellieren an alle Vermieter, den Flüchtlingen einen Chance zu geben.