Betraum erinnert an jüdisches Leben in Zeven

An das jüdische Leben in Zeven erinnert eine Ausstellung in der Rotenburger Cohn-Scheune. Unter anderem ist dort eine Rekonstruktion des Betraums zu sehen.

Betraum in Privathaus

Lange Zeit war die jüdische Gemeinde in Zeven weitgehend integriert. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten verschärfte sich die Situation. Zunehmend wurden sie ausgegrenzt, schikaniert, entrechtet. Von Anfang an gab es auch Gewalt gegen sie. In dieser Situation rückten die Juden zusammen. Noch im Februar 1937 weihten sie in einem Privathaus einen Betraum ein.

Die meisten wurden ermordet

Am 10. November 1938, dem Tag nach der Pogromnacht, plünderten örtliche Nazis den Raum und verbrannten die Möbel öffentlich. Es folgten Verhaftungen, Zwangsarbeit, Enteignungen und Entrechtungen. Einige Juden verließen ihre deutsche Heimat, die meisten von ihnen wurden aber im Minsker Ghetto oder einem Konzentrationslager ermordet.

Nach Bildern rekonstruiert

Den Betraum haben Berufsschüler später anhand eines Fotos rekonstruiert. Er ist jetzt in der Cohn-Scheune, dem Jüdischen Museum in Rotenburg, ausgestellt.

Wie die Juden in Zeven nach und nach ausgegrenzt wurden, lest ihr Donnerstag in der ZEVENER ZEITUNG.