Diese Kuhhaut zeigt Zeven vor 170 Jahren

Das geht auf keine Kuhhaut, heißt es. Auf Zeven im Jahr 1840 trifft das nicht zu. Der Flecken Erde passt auf eine Kuhhaut. Deren Kopie hängt im Museum Kloster.

Damit die Obrigkeit den Überblick behält

In den Jahren 1839 bis 1865 fand in der Feldmark des Fleckens Zeven, wie in fast allen Gemeinden des Königreiches Hannover, die bis heute nachwirkende Verteilung des von allen Grundbesitzern des Ortes gemeinsam genutzten Landes statt. Eine frühe Form der Privatisierung. Damit die Obrigkeit einen optischen Überblick erhielt und behielt, wurde um 1840 eine Flurkarte angefertigt.

129 Grundbesitzer sind verzeichnet

Auf der Kuhhaut sind 129 Grundbesitzer Zevens als Voll-, Dreiviertel-, Halb-, Drittel-, Viertel-, Sechstelhöfner, alte und neue Anbauer oder Neubauer verzeichnet sowie der Amtshaushalt, der Hausvogt, der Revier-Förster, der Pastor, der Organist (Schulleiter) und die (Wasser-)Mühle zeichnerisch berücksichtigt.

Kopie aus dem Jahr 1865

In diesem Zusammenhang erlangt die im Kloster hängende Kopie der Kuhhaut von 1840 Bedeutung – unter anderem, weil die Kopie aus dem Jahr 1865 datiert, aber nicht den Status von 1865 wiedergibt.