Experten rechnen mit hohen Ernteeinbußen im Elbe-Weser-Dreieck

Mit Ernteeinbußen von bis zu 50 Prozent rechnen Landwirtschaft und Landhandel beim Getreide. Grund ist die anhaltende Trockenheit, hieß es am Rande der Tarmstedter Ausstellung.

Schon 2018 war unterdurchschnittlich

Den Bauern im Elbe-Weser-Dreieck droht demnach ein herber Schlag ins Kontor. Zumal schon das vorige Jahr unterdurchschnittlich war. Die Bilanzen von Gerste und Raps sind nicht mehr zu retten, „bei Roggen und Weizen schwant uns ähnliches“, war sich die Expertenrund einig. Wenn es nicht bald ordentlich regnet, dürften auch noch die Maiserträge in den Keller gehen.

Landwirten fehlt Futter

Betroffen sind von der schlechten Ernte auch die Schweine- und Milchviehhalter. Ihnen fehlt das Futter. Viele von ihnen müssen zukaufen oder ihren Tierbestand verringern. Beides keine guten Lösungen, betont Heinz Korte, Vorsitzender des Landvolkverbands Bremervörde.

Verbrauch übersteigt Ernte

Erschwerend kommt hinzu, dass weltweit derzeit mehr Getreide verbraucht als geerntet werde. Auch das führe zu höheren Preisen. Und auch die Politik sorgt für Unsicherheit, namentlich insbesondere US-Präsident Donald Trump.

Unsicherheit durch Trump

Der von ihm angezettelte Handelsstreit mit Ländern wie China und Mexiko kann zu erheblichen Verwerfungen im globalen Agrarhandel führen.  „Inzwischen interessiert es uns doch, ob in China ein Sack Reis umfällt“, veranschaulicht Heinz Korte die weltweiten Verflechtungen.

Keine Auswirkungen auf Verbraucher

Die Verbraucher im Norden Niedersachsens, da sind sich die Experten einig, werden von all dem nicht viel spüren. Für sie dürften die Preise stabil bleiben. Nicht jedoch für die Landwirte. Die hoffen auf baldigen Regen.