Förderverein für das Zevener Martin-Luther-Krankenhaus vor dem Aus

Nach dem Aus für das Zevener Martin-Luther-Krankenhaus (MLK) folgt das des Fördervereins. Dienstagabend hat eine Mehrheit der an der außerordentlichen Mitgliederversammlung Teilnehmenden für die Auflösung des Vereins gestimmt. Vorausgegangen war eine Debatte um eine mögliche Neuausrichtung des Vereins.

Verein wurde erst vor 33 Monaten gegründet

Um nichts weniger als die Zukunft des Fördervereins und die Verwendung des Vereinsvermögens ging es während der Zusammenkunft. Zu der waren 70 der 184 Mitglieder erschienen. Der Vereinsvorstand um den Vorsitzenden Hans-Joachim Jaap hatte im Vorfeld angekündigt, die Auflösung des vor 33 Monaten gegründeten Vereins zur Abstimmung stellen zu wollen.

Wer das Geld bekommt, wird später entschieden

Doch zunächst ging es ums Geld. Der Verein hat aktuell 12 840 Euro auf dem Konto. Dieses Geld flösse im Falle einer Vereinsauflösung an den Landkreis, sofern die Satzung nicht verändert wird. Diese Änderung beschlossen die Vereinsmitglieder einstimmig. Sie wählten eine offene Formulierung, die die Auswahl eines Begünstigten zunächst offen lässt.
Da sich der Prozess einer Vereinsauflösung wenigstens ein Jahr hinzieht, kann zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden, wer das Geld bekommen soll.

Breite Mehrheit für die Vereinsauflösung

Die zweite Entscheidung betraf die Zukunft des Vereins. Und die dürfte alsbald enden. Die Vorschläge, den Verein zu erhalten und für eine Neuausrichtung zu sorgen, fanden bei den Mitgliedern keine Mehrheit. Für die Vereinsauflösung stimmten 51 der 70 anwesenden Mitglieder. Da es für die Auflösung im ersten Anlauf einer zweidrittel Mehrheit bedarf, wird in zwei bis vier Monaten zur nächsten Versammlung eingeladen, dann reicht die einfache Mehrheit der Anwesenden für die Vereinsbeerdigung.