Frauen in der Politik sind auch in Heeslingen noch selten

Seit 100 Jahren haben Frauen in Deutschland das Recht, wählen zu gehen und sich wählen zu lassen. Parlamente und Gemeinderäte sind aber immer noch männlich dominiert. Warum das auch in Heeslingen so ist, erfuhr Redakteurin Sophie Stange im Gespräch mit Gemeinderatsmitglied Anja Förster (CDU).

Frauenanteil bei der Wahl halbiert

„Mir fällt auf, dass wir in Heeslingen noch ganz weit davon entfernt sind, dass es überhaupt annähernd gleich verteilt ist zwischen Männern und Frauen“, so Förster auf die Frage, was ihr beim Blick auf die politische Landschaft auffalle. „Wir sind 15 Mitglieder im Heeslinger Gemeinderat und jetzt nur noch zwei Frauen – ich von der CDU und Uschi Gerdes von der SPD. In der letzten Wahlperiode waren es noch vier Frauen. Wir haben uns demnach also nochmals halbiert.“

Interesse an der Politik oft nicht vorhanden

Frauen haben haben oftmals zu viele Bedenken, so die Erfahrung von Anja Förster. „Sie fragen sich: Wie viel Arbeit kommt auf mich zu, ist das was für mich? Wenn man sich Elternvertretungen in den Schulen oder in den Kindergärten anguckt, dann sind das überwiegend Frauen. Ich war früher auch Elternvertreterin.“ Das fällt auf – und dann wird man angesprochen, ob man das in der politischen Gemeinde auch machen möchte. „Vielleicht fehlt manchmal der Mumm? Ich habe den Eindruck, Frauen interessieren sich nicht so dafür. Ich werde von Frauen ganz selten auf meine politische Tätigkeit angesprochen.“

 

Andreas Kurth

Andreas Kurth

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Andreas Kurth ist gebürtiger Rotenburger, und hat an der Wümme auch das journalistische Handwerk gelernt. Zuvor hat er Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre in Hamburg studiert und mit dem Diplom abgeschlossen. Seit 1993 kümmert er sich bei der Zevener Zeitung darum, was in Stadt und Samtgemeinde Zeven so los ist. Der einst selbst als Spieler und Trainer aktive Kicker ist Mitglied in zwei Fußball-Vereinen - im Heeslinger SC und bei Hertha BSC Berlin.