Bremervörde: Redakteure sollen im „Gaffer-Prozess“ aussagen

Der „Gaffer-Prozess“ von Bremervörde läuft weiter. Jetzt sollen Fotos von zwei Redakteuren aufklären, was im Juli 2015 in Bremervörde am Rande des tödlichen Eisdielen-Unfalls zu einer Rangelei zwischen Schaulustigen und Rettungskräften geführt haben soll.

Gericht möchte alle Fotos sehen

Das Landgericht Stade will die Journalisten zum nächsten Verhandlungstag in den Zeugenstand laden. Außerdem hat das Gericht darum gebeten, alle Fotos zur Verfügung zu stellen, die am Rande des Unfalls entstanden sind.

Aufnahmen „selektiert“?

Hintergrund ist der Verdacht des Verteidigers eines der Angeklagten, die Polizei habe die den Beamten von der Lokalzeitung zur Verfügung gestellten Aufnahmen „selektiert“. Also jene ausgemustert, die ein mögliches Fehlverhalten der Polizei belegten.

Bald Plädoyers im „Gaffer-Prozess“?

Der „Gaffer-Prozess“ wird am 20. September fortgesetzt. Möglicherweise folgen dann die Plädoyers im Revisionsprozess. In erster Instanz war einer der Angeklagten zu einer Freiheitsstrafe von vier Monaten verurteilt worden. Der Verteidiger hofft, seinen Mandanten mit den Fotos von der Rangelei entlasten zu können. Die Polizei habe seinen Mandanten zu Boden gebracht und unverhältnismäßig eingegriffen.