Gastronomie im Kreis Rotenburg setzt auf Asylbewerber

Asylbewerber können helfen, den Mangel an Arbeitskräften in der Gastronomie im Landkreis Rotenburg zu verringern. Davon ist die die Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) überzeugt. Allerdings ruft sie Arbeitgeber zu Fairness auf.

Viele Asylbewerber in der Gastro-Branche

284 Asylbewerber sind laut NGG im Landkreis Rotenburg mit einem Arbeitsvertrag ausgestattet. Nicht wenige davon in der Gastro-Branche. NGG-Regionalchef Steffen Lübbert: „Hotels, Gaststätten, aber auch Bäckereien, Brauereien und die Lebensmittelverarbeitung haben jahrzehntelange Erfahrungen mit Zuwanderern.“

Gewerkschaft fordert Gleichbehandlung

Aber: Die Unternehmer dürften die Geflüchteten nicht ausnutzen. Es dürfe keine Zwei-Klassen-Belegschaften und keine Ausnahmen bei Mindestlohn oder Dokumentationspflichten geben. Denn der Azubi- und Arbeitskräftemangel sei auch durch teils unattraktive Arbeitsbedingungen hausgemacht.

Auch Unternehmen brauchen Sicherheit

Außerdem müsse die Politik nachlegen. Flüchtlinge, die im Betrieb engagiert sind und gut Deutsch sprechen, dürften nicht von einem Tag auf den anderen abgeschoben werden. Auch die Unternehmen bräuchten Sicherheit, so die NGG.