Gnarrenburg: Archäologen zeigen Verkehrswege durchs Moor

Auf der Suche nach alten Moorpfaden ist die Rotenburger Kreisarchäologie fündig geworden. Wer die bis zu 4500 Jahre alten Verkehrswege durchs Moor besichtigen möchte, kann dies am Mittwoch, 11. September, von 16 bis 18 Uhr tun. Und zwar direkt am Grabungsort zwischen Gnarrenburg und Karlshöfenerberg. 

Letzte Chance bei Gnarrenburg

„Es ist die letzte Chance“, teilt Kreisarchäologe Dr. Stefan Hesse mit, um diese Spuren der Vergangenheit zu besichtigen. Dabei geht es vor allem um historische Bohlenwege. Damit versuchten Menschen vor mehreren tausend Jahren, sicher das Moor zu betreten.  Hesse ist seit der ersten Grabung Mitte 2018 immer wieder mit einem Team vor Ort. „Wir sind der Frage nachgegangen, ob von den alten Moorpfaden noch mehr zu finden ist.“

Nadel im Heuhaufen gefunden

Das war es. Mit dem auf 2500 vor Christi datierten Bohlenweg „haben wir sozusagen die Nadel im Heuhaufen gefunden“. Am Mittwoch möchte der Kreisarchäologe Interessierten die Ergebnisse der Arbeit im Moor schildern, die Funde zeigen.  Da es keine Parkmöglichkeit am Grabungsort gibt, sollten Besucher ihr Fahrzeug etwa 100 Meter  entfernt abstellen.