Jugend bleibt in Zeven ohne eine Herberge

Was aus der Jugendherberge Zeven-Bademühlen wird, das weiß offenbar niemand. Auch der Eigentümer, die „Jugendherbergen im Nordwesten GmbH“ nicht. Deren Geschäftsführer Thorsten Richter will die Immobilie am Waldrand westlich von Zeven verkaufen. Er verhandelt mit zwei potentiellen Investoren.

Die Gebäude stehen seit September 2016 leer

Gemeinschaft erleben – diesem Slogan der Jugendherberge Bademühlen folgten zuletzt Flüchtlinge aus Syrien, die das Land Bremen in der Idylle des Großen Holzes  untergebracht hatte. Die Bewohner sind längst weg.  Der abseits der Landesstraße Zeven-Tarmstedt gelegene Gebäudekomplex steht seit September 2016 leer.

Eine Modernisierung lohnt sich nicht

Die Entscheidung, die Herberge zu schließen, beruhe auf rein ökonomischen Faktoren, sagt der Herbergsgeschäftsführer. „Wir haben einen riesigen Investitionsbedarf.“ Im Angesicht der zu erwartenden Übernachtungszahlen rechne es sich nicht, das Haus Baujahr 1960 derart zu modernisieren, wie es Jugendherbergsgäste heutzutage erwarten.

Zeven gehört nicht zu den Kaufinteressenten

Mit einem Verkauf der Herberge rechnet Thorsten Richter „frühestens 2018“. Zeven habe übrigens keine Interesse gezeigt. Zu den Ideen der beiden verbliebenen potentiellen Investoren mag sich der Herbergsgeschäftsführer nicht äußern.