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Komasaufen bleibt ein Problem im Landkreis Rotenburg

Fast jede Woche wird im Landkreis Rotenburg ein Jugendlicher mit Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert. Laut Mitteilung der Krankenkasse DAK ist die Zahl im vergangenen Jahr leicht gestiegen. Für 52 Kinder und Jugendliche hieß es danach „Saufen bis der Arzt kommt“.

Acht Kinder mussten behandelt werden

Besonders erschreckend: In der Altersgruppe der 10- bis 15-Jährigen mussten acht Kinder in einer Klinik behandelt werden. Das Rauschtrinken bei Schülern bleibt somit ein Problem, betont die DAK. „Viele Jugendliche überschätzen sich und glauben, Alkohol gehört zum Feiern und Spaß haben dazu“, sagt Reiner Sterna von der DAK-Gesundheit in Rotenburg.

Prävention „ohne erhobenen Zeigefinger“

Die setzt daher weiter auf eine regionale Alkoholprävention „ohne erhobenen Zeigefinger“. Es gehe darum, Kindern und Jugendlichen die Gefahren von Alkoholmissbrauch aufzuzeigen. „Solche wichtigen Gesundheitsthemen sollten in den Schulalltag einfließen.“

Kreative Botschaften gegen Rauschtrinken

Die Kampagne „bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“ soll auch im nächsten Jahr im Landkreis Rotenburg stattfinden. Bei dem bundesweiten Wettbewerb werden Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren aufgerufen, mit Plakaten kreative Botschaften gegen das Rauschtrinken zu entwickeln.