Sittensen: Chemische Reinigung wird endlich saniert

Sittensen atmet auf. Nächste Woche beginnt der Landkreis Rotenburg mit der Sanierung der ehemaligen chemischen Reinigung im Ort.

Boden wird komplett ausgetauscht

Zunächst werden alle Gebäude entkernt, später abgerissen. Anschließend wird der Boden komplett ausgetauscht. Der Landkreis spricht von der größten Sanierungsmaßnahme, die er je in Angriff genommen hat.

Krebserregende Chlorkohlenwasserstoffe

Tief unter der ehemaligen chemischen Reinigung schlummern krebserregende Chlorkohlenwasserstoffe in hoher Konzentration. Über Jahrzehnte sind sie dorthin gelangt. Jetzt sollen sie herausgeholt und fachgerecht entsorgt werden.

Sanierung ohne den gewünschten Erfolg

Seit Anfang der 1990-er Jahre weiß man, dass Boden und Grundwasser unter dem Betriebsgelände mit leicht flüchtigen Chlorkohlenwasserstoffen schwer belastet sind. Erste Sanierungsmaßnahmen brachten nicht den gewünschten Erfolg. Auch aus Kostengründen wurden die Arbeiten wieder eingestellt.

Schadstoffe wie in einer Untertasse

Anhand  umfangreicher Bodenuntersuchungen nahm man an, dass sich die Schadstoffe unter dem Firmengelände wie in einer Untertasse sammeln und nicht in Richtung Oste abfließen können. Man beschränkte sich darauf, das Grundwasser regelmäßig zu untersuchen und im Auge zu behalten.

Theorie nicht zu halten

Vor zwei Jahren aber zeigte sich, dass die Theorie nicht zu halten ist, dass Schadstoffe doch auf Wanderschaft Richtung Oste gehen. An einer Sanierung führt demnach kein Weg vorbei. Der Landkreis kalkuliert mit Kosten von 1,5 Millionen Euro. Die Hälfte trägt das Land Niedersachsen.

Abriss beginnt am 10. Januar

Ziel ist, möglichst alle Schadstoffe aus der Erde zu holen. Vor dem Bodenaustausch werden alle Gebäude auf dem Gelände abgerissen. Ab 10. Januar soll das geschehen.