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MLK-Schließung: „Das ist ein schwarzer Tag für Zeven“

„Voraussichtlich wird es heute im Kreistag ein schwarzer Tag für Zeven“. Das sagte der ehemalige Samtgemeindebürgermeister von Zeven, Johann-Dietrich Klintworth, vor der Abfahrt eines Sonderbusses aus Zeven nach Rotenburg zum Kreistag.

50 Zevener Bürger fahren mit

Rund 50 Mitbürger aus Zeven fuhren mit. Sie wollten aus erster Hand erfahren, was der Kreistag in Sachen Martin-Luther-Krankenhaus (MLK) Zeven beschließt, ob die Klinik geschlossen wird. Die Stimmung im Bus war dementsprechend gedämpft.

Das Aus nach über 100 Jahren

Klintworth ist auch stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins für das MLK. Er betonte, dass nach über hundert Jahren nunmehr das Aus für das MLK eingeläutet werde. „Und das ist ein trauriger Tag für Zeven“, so Klintworth.

Zevener wollen Klarheit haben

Der Zevener Kurt Massmann, der ebenfalls mitfuhr, sagte, er wolle Klarheit haben. Er befürchtet,  dass beide Krankenhäuser in Bremervörde und Zeven zugemacht werden.  Es lohne sich, für die Krankenhäuser zu kämpfen.

Zevenerin kann es nicht verstehen

Dieser Meinung waren auch andere Zevener im Bus. Beispielsweise die Vorsitzende des Seniorenbeirates Heidi Goldbaum. Sie sei vor zehn Jahren extra wegen des Krankenhauses von Hamburg nach Zeven gezogen. Und nun werde das Krankenhaus zugemacht. Es will ihr einfach nicht einleuchten, dass eine gut funktionierende Klinik wie das Zevener Krankenhaus geschlossen werden soll.

Joachim Schnepel

Joachim Schnepel

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Ich bin seit über 30 Jahren Journalist mit verschiedenen Stationen. Meine Interessenschwerpunkte liegen vorwiegend im kulturellen Bereich. Auch mag ich Musik fast aller Richtungen, mit Ausnahme von Techno und Rap. Privat schwärme ich außerdem für alte Autos.