Nach Fracking-Gesetz: Erdgasfirmen wollen auch im Kreis Rotenburg loslegen

Nachdem das neue Fracking-Gesetz im Februar in Kraft getreten ist, stehen Bohrungen in Norddeutschland in Aussicht. Die Erdgas-Förderunternehmen bereiten sich entsprechend vor. Und mit ihnen die Aufsichtsbehörden, die in den kommenden Jahren mit vielen Anträgen rechnen.

Firmen wollen wieder fördern

Die Firmen wollen die Produktion anschieben und Plätze für die Verpressung von Lagerstättenwasser in tieferen Gesteinsschichten herrichten. Noch aber ist vieles unklar. Zwar hat die Bundesregierung das Gesetzespaket gegen alle Kritik verabschiedet. Die Konzerne können gleichwohl noch nicht so, wie sie wohl eigentlich wollen.

Warten auf konkrete Bestimmungen vom Land

Bislang haben sie daher auch für den Landkreis Rotenburg noch keine Anträge gestellt, teilen Unternehmenssprecher mit. Das liegt vor allem daran, dass das Land noch keinen Runderlass nach dem Bundesgesetz herausgegeben hat. Bis zur Wahl dürfte sich da auch nichts tun.

Behörde schreibt bereits Stellen aus

Die Industrie steht nach mehrjährigem Moratorium Gewehr bei Fuß. Das Landesbergamt hat in Erwartung der Anträge bereits neue Stellen ausgeschrieben. Zunächst werde es aber nicht um Fracs gehen, sondern um die Verpressung von Lagerstättenwasser, so ein Behördensprecher. Dafür gebe es erste Anfragen.

Bürgerinitiativen warnen vor Erdgasförderung in der Region

Gegen Erdgasförderung und insbesondere gegen Fracking gibt es in der Region erheblichen Widerstand. Bürgerinitiativen warnen vor Folgen für Gesundheit, Umwelt und Trinkwasser.