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Zeven: Notaufnahme und Intensivstation im Martin-Luther-Krankenhaus ab sofort dicht

Was für eine Hiobsbotschaft: Ab sofort sind die Intensivstation und die Notaufnahme am Zevener Martin-Luther-Krankenhaus geschlossen. Bis auf weiteres – so zumindest die Aussage von Krankenhaus-Chef Sven Freytag. Notfall- und Intensiv-Patienten werden an das Bremervörder Krankenhaus verwiesen.

Zu wenig Internisten und Chirurgen am MLK

Begründet wird die Schließung der zwei wichtigen Abteilungen mit Fachärztemangel. Am MLK sind offenbar nicht mehr genug Chirurgen und Internisten im Dienst, um eine Intensivstation zu betreiben, und Notfälle aufnehmen zu können. Für die ärztliche Versorgung der Region um Zeven ein harter Schlag. Zumal niemand weiß, ob es wirklich nur vorübergehend ist.

Zevens Bürgermeister Norbert Wolf ist zornig

Stadt-Bürgermeister Norbert Wolf (CDU) hat die katastrophale Nachricht überrascht. „Das ist alles nicht mehr durchsichtig, das macht mich wirklich zornig. Diese Schließung spricht nicht für eine transparente Handlungsweise der Krankenhaus-Eigentümer. Ich finde das unverantwortlich. Da wird am Freitag die Zeitung über eine sofort wirksame Schließung der Notaufnahme und der Intensivstation informiert. Der Eigentümer der Ostemed muss sich sofort dazu äußern. Das ist ein Schlag in das Gesicht des Wirtschaftsstandortes Zeven.“

Andreas Kurth

Andreas Kurth

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Andreas Kurth ist gebürtiger Rotenburger, und hat an der Wümme auch das journalistische Handwerk gelernt. Zuvor hat er Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre in Hamburg studiert und mit dem Diplom abgeschlossen. Seit 1993 kümmert er sich bei der Zevener Zeitung darum, was in Stadt und Samtgemeinde Zeven so los ist. Der einst selbst als Spieler und Trainer aktive Kicker ist Mitglied in zwei Fußball-Vereinen - im Heeslinger SC und bei Hertha BSC Berlin.