NPD in Karlshöfen nicht erwünscht

Auch zwei Tage nach der NPD-Versammlung sind viele Karlshöfener entsetzt. Bürgermeister Dieter Wellbrock machte unmissverständlich klar: „Die wollen wir hier nicht haben.“

Ort bleibt lange geheim

Was sich viele fragen: Wie konnte es dazu kommen, dass sich die Rechtsextremen am Samstag ausgerechnet in dem 1300-Seelen-Ort im Landkreis Rotenburg versammelten? Eine Erklärung dafür ist, dass die NPD solche Treffen gerne unter großer Geheimhaltung festlegt. So war es auch diesmal.

Suche nach Treffpunkten wird schwieriger

Erst auf dem 30 Kilometer entfernten Autohof Bockel an der A1 erfuhren selbst die Teilnehmer, wohin es geht. „Dieses Verfahren beobachten wir seit langem, zumal die Partei gerade im Norden zunehmend Schwierigkeiten hat, Versammlungsorte zu finden“, sagte ein Sprecher des Reporternetzwerks „recherche-nord.com“, das über die Aktivitäten der rechten Szene seit Jahren recherchiert.

Club-Betreiber distanziert sich

Betreiber und Wirte des Karlshöfener „Dancing Clubs“ beteuerten, keine Ahnung gehabt zu haben, wer sich da bei ihnen angemeldet hat. Sie distanzierten sich klar von der NPD und baten um Entschuldigung.

Deutlich weniger Teilnehmer als geplant

Dass statt der angekündigte 150 Personen am Ende höchstens 90 an dem Treffen teilnahmen, spricht für das Reporter-Netzwerk für den anhaltenden Abwärtstrend der rechtsextremen Partei. Auch die Geheimhaltung klappte nur bedingt: Polizei und Reporter hatten rechtzeitig Wind davon bekommen.