Platz für 120 Windräder im Landkreis Rotenburg

Der Landkreis Rotenburg weist doppelt so viel Fläche für Windparks aus als bisher. Auf fast einem Prozent der Kreisfläche können künftig Windräder stehen.

Kreis legt Vorranggebiete fest

Mehr als sechs Jahre hat sich Rotenburg mit seinem Regionalen Raumordnungsprogramm beschäftigt, Donnerstag wurde es im Kreistag beschlossen. Unter anderem werden darin Vorranggebiete für Windenergie benannt. Diese hat der Kreis nach zuvor definierten Kriterien zum Beispiel über den Abstand zur Wohnbebauung und zu Schutzgebieten festgelegt. Das Ziel war eine Verdoppelung des bisherigen Flächenangebots.

Unternehmen wollen mehr

Das ist in etwa erreicht worden. 16 Areale für Windräder wurden festgelegt, zusammen mehr als 2000 Hektar. Werden diese komplett genutzt, können sich darauf nach Berechnungen der Kreisverwaltung ungefähr 120 große Windräder drehen. Der Landkreis ist zuversichtlich, dass die Festlegungen vor Gericht bestehen. Nicht wenige rechnen damit, dass insbesondere aus Reihen der Windenergiebranche Klagen eingereicht werden. Grund: Manche Unternehmen sehen weitaus mehr Potenzial für Windkraft im Landkreis.

 

Wenn ihr wissen wollt, welche Rolle der Naturschutz oder die geplante Deponie in Haaßel im Raumordnungsprogramm spielen: Freitag steht’s in der Zevener Zeitung.