Rohmilchkäse aus Elsdorf: Molkereifachfrau baut sich zweites Standbein auf

Die Idee ist wirklich bestechend: Stephanie Heidrich, Molkereifachfrau aus Elsdorf, baut sich eine mobile Käserei auf. Dafür hat sie sich einen Produktionsanhänger, der allen Bestimmungen für die Milchverarbeitung entspricht, bauen lassen. Damit fährt sie zum Milchbauern und beginnt dort ihre Arbeit.

Regionale Produkte boomen

Frische Produkte, naturbelassen und aus der Region, das ist der Trend und das ist, was sich immer mehr Menschen für ihre Küche wünschen, weiß Stephanie Heidrich. Die regionalen Märkte, auf denen Eier, Kartoffeln und Gemüse wie aus Nachbars Garten angeboten werden, erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. „Dazu passt eigener Käse vom Hof“, weiß die Käseproduzentin.

Rohmilch wird an Ort und Stelle bearbeitet

Rund 800 bis 1000 Liter hofeigene, unbehandelte Milch fließen in den Bottich des Anhängers. Die Rohmilch wird an Ort und Stelle bis zum Käsebruch bearbeitet. Während die Molke auf dem Hof verbleibt und zur Vieh-Fütterung dienen kann, fährt Heidrich mit dem Käsebruch zurück nach Elsdorf.

Fünf arbeitsreiche Wochen

Dort kommen die vorgeformten Käselaibe in ihr klimatisiertes Reifelager. Bis zur endgültigen Reife und Fertigstellung vergehen rund fünf arbeitsreiche Wochen. Dann sind aus 1000 Litern Milch rund 100 Kilogramm Rohmilchkäse geworden, die zum jeweiligen Milchlieferanten geliefert werden. Es wird nichts vermischt oder vermengt, der Landwirt erhält ausschließlich den Käse der hofeigenen Milch.