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Schock vor Hochzeit in Glinstedt: Übel riechende Flüssigkeit in Zelt verteilt

Die Braut sitzt beim Friseur, das Festzelt für die Feier in Glinstedt mit 180 Gästen ist dekoriert – dann kommt der Schock: Am Sonnabend stellt der Bräutigam fest, dass jemand in der Nacht eine übel riechende Flüssigkeit im Zelt verteilt haben muss.

Festzelt wird gesperrt

Nach der Alarmierung der Polizei gegen 9 Uhr rücken rund 50 Feuerwehrleute aus Gnarrenburg und Glinstedt sowie die Spezialisten des Gefahrgut- und Umweltschutzzuges der Kreisfeuerwehr an. Das Festzelt wird für die Hochzeitsfeier gesperrt.

Keine Buttersäure

„Offenbar hatte jemand etwas gegen diese Feier oder gegen das Brautpaar. Über die Gründe können wir im Moment nur spekulieren“, sagt ein Sprecher der Polizei, während sich die Feuerwehrleute in die Schutzanzüge zwängen und die Gravestraße voll gesperrt wird. Erste Vermutungen, dass es sich bei der Substanz um Buttersäure handelt, bestätigten sich nicht. Möglicherweise sei es eine Mischung aus Natronlauge und Düngemittel, die der Täter sogar über Süßigkeiten verteilt habe.

Probe wird untersucht

Das Fazit nach sechs Stunden Einsatz: Über 10 000 Euro Schaden und die Ungewissheit, welche Substanz im Zelt verteilt wurde. Die Feuerwehr hat ihre Proben inzwischen dem Umweltlabor des Landkreises übergeben.

Feier in Scheune verlegt

Dennoch gibt es ein Happy End: Die Dorfgemeinschaft Glinstedt setzt alle Hebel in Bewegung, um dem Brautpaar eine Feier in der Scheune eines benachbarten Bauernhofes zu bereiten. Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung eingeleitet. Hinweise nehmen die Beamten unter  04763/393 und 04761/99450 entgegen.