Deshalb sind die Menschen im Teufelsmoor so offen wie die Landschaft

Im Teufelsmoor wohnt ein besonderer Menschenschlag. Darin waren sich die Teilnehmer des „Osteland-Salons“ einig. 

Sie eint die Liebe zum Moor

Sieben Moorbewohner hat die Arbeitsgemeinschaft Osteland für ihr öffentliches Podium nach Kuhstedtermoor ins Kulturzentrum „Cultimo“ eingeladen. Darunter eine Künstlerin, eine Autorin, ein Physiotherapeut, ein Landwirt und ein Archäologe, Neu- und Altbürger. So unterschiedlich sie sind: Die Liebe zum Moor eint sie.

Ein spezieller Charme

Jenseits aller Klischees von Moorleichen und wabernden Nebeln in der so oft mythisch oder poetisch verklärten Kulturlandschaft hat das Moor seinen speziellen Charme. Die Landschaft, die beeindruckenden Wolkenbilder, das Licht und die Weite nennt etwa die Worpsweder Malerin Ursula Bea-Kessler. Diese Offenheit übertrage sich auf die Menschen.

Geschichte prägt die Menschen

Ebenso eine gewisse Kargheit. „Wir reden nicht viel im Moor, wir machen einfach“, so Johann Steffens aus Klenkendorf. Dabei seien die Moorbewohner ausgesprochen hilfsbereit. Die Vermutung: das Elend der Vorfahren, die das Moor ab Mitte des 18. Jahrhunderts unter größten Entbehrungen kolonisiert haben, habe einen Gemeinsinn erfordert, der über Generationen trage.