Umweltschutz: Schülerin in Tarmstedt holt ihre Lehrer aus dem Auto

Eine Schule, zwei getrennte Standorte: Dass Lehrer an der KGS Tarmstedt mit dem Auto von einem Gebäude zum anderen fahren, stört Neele Wesseloh schon lange. Aber statt zu klagen, hat die Schülerin gehandelt.

Lehrer fahren wenige Meter mit dem Auto

Neele Weseloh hat gerade ihre Abi-Prüfungen hinter sich. Wenn sie die KGS im Juni verlässt, hinterlässt sie acht Fahrräder. Die hat sie bei Spendern eingesammelt, um der Umwelt einen Dienst zu erweisen. Lehrer nutzen sie ab sofort, um damit den Weg vom Haupt- zum Oberstufengebäude zurückzulegen. Bisher sind sie die wenigen Meter mit dem Auto gefahren.

Jedes Rad ist mit einem Korb ausgestattet

Das regte die 17-Jährige extrem auf. Allerdings gab es dafür durchaus auch andere Gründe als Bequemlichkeit. Zeitmangel oder viel Gepäck zum Beispiel. Deshalb bekommt jedes Rad einen Korb, um darin Taschen zu transportieren.

Spender gaben auch Bares

Auch Zahlenschlösser hat die Abiturientin besorgt. Von Geld, dass sie ebenfalls bei Spendern eingesammelt hat. Kein Wunder, dass es von Schulleiterin Sandra Pohl ein Sonderlob gab.

Künftig kümmern sich andere Schüler

Ganz zufrieden ist die Schülerin dennoch nicht. Sie habe mit mehr Interesse der Lehrer gerechnet, sagt sie. Aber das kann ja noch wachsen. Das Projekt soll jedenfalls dauerhaft bestehen. Wartung, Reparatur oder Beschaffung weiterer Räder sollen andere Schüler übernehmen, wenn Neele Wesseloh die Schule verlassen hat.