Vitus-Brunnen in Zeven: Sowohl Kunstwerk als auch Biotop

Trockenheit und Hitze erwecken das Leben im Wasser des Zevener Vitus-Brunnens. Das Kunstwerk sei zu einem Biotop geworden. Das sagen Kritiker und klagen über lästige Fliegen.

Frau beschwert sich

Das Brunnenwasser sei eine Kloake, schallt es aus dem Telefonhörer. Die auswärtige Anruferin kritisiert die Stadt Zeven. Die lasse es offensichtlich an der Pflege des scheinbar defekten Kunstwerks auf dem Zevener Vitus-Platz fehlen. Von dort steige Ungeziefer auf und belästige Gäste des benachbarten Restaurants, wenn sie draußen sitzen, fährt die Dame fort.

Gelbgrüner Teppich auf dem Wasser

In der Tat bot sich dem Betrachter vor wenigen Tagen ein abstoßendes Bild. Die Wasseroberfläche war stellenweise mit einer gelbgrünen gallertartigen Masse überzogen. Am Brunnenrand roch es unangenehm.

Brunnenwasser ausgetauscht

Ist der Brunnen defekt? Nein, die Technik funktioniert, sagt Pressesprecher Christoph Reuther. „Die Edelstahlelemente bewegen sich.“ Sie folgen dem Verlauf der Sonne. Ferner zeigen die Stäbe an, wie viel Niederschlag gefallen ist. Bei Trockenheit ruhen folglich die Edelstahlstangen. Gleichwohl soll der Bauhof dass Brunnenwasser 14-tägig kontrollieren und gegebenenfalls austauschen. Das ist jetzt geschehen.