Vom Wind getragen: Distelfalter fliegen auf die Region

In Wiesen, Gärten und Parks ist er in diesem Sommer häufig zu sehen: der Distelfalter. Der NABU spricht gar von einem Masseneinflug. Ein immer mal wieder auftretendes Phänomen.

Viele machen sich rar

Während sich viele Schmetterlingsarten gerade im ländlichen Raum rar gemacht haben, flattern Distelfalter in hoher Zahl durch den Landkreis Rotenburg. Wie schon der Name vermuten lässt, können ihn Naturfreunde besonders an Disteln häufig bei der Nektaraufnahme beobachten.

In Etappen gen Norden

Als Wanderfalter begeht er wahre Höchstleistungen. Beginnend aus den subtropischen Bereichen Afrikas und Asiens wandern die zarten Tiere ans Mittelmeer und begründen dort ihre erste Generation. Am Mittelmeer geschlüpfte Falter wandern im Laufe des Sommers dann weiter nach Mitteleuropa und Skandinavien um eine weitere Generation zu begründen. Diese fliegt ab August wieder zurück, um im Süden zu überwintern.

Sonne dient der Orientierung

Um die großen Strecken zu überwinden, lassen die Tiere sich von Winden tragen und orientieren sich am Stand der Sonne. Dass Distelfalter in so großer Zahl in dieser Region auftauchen ist zwar schon etwas Besonderes, kommt aber immer mal wieder vor.

Wie jeder beim Zählen der Schmetterlinge helfen kann, erfahrt ihr am Mittwoch in der Zevener Zeitung.