Anzeige

Zeven: Anwohner sollen Hände von den Straßenbäumen lassen

Immer wieder kommt es vor, dass Anwohner mit schwerem Gerät anrücken und sich an Straßenbäumen vergreifen. So geschehen auch in der Hermannstraße in Zeven, wo gleich zwei gut 15 Jahre alte Stieleichen bis auf das Grundgerüst gekürzt wurden. Ihre Krone ist im Vergleich zu den anderen Bäumen in der Straße geradezu winzig.

Bepflanzung in Absprache

An einigen Stellen entlang der Wohnstraße gehen Gemeindeflächen und das Grundeigentum der Anwohner ineinander über, zum Teil wurde die Bepflanzung in Absprache auch gemeinsam angelegt. Doch bei den von der Stadt gepflanzten Bäumen handelt es sich definitiv um öffentliches Eigentum.

Kein Wunschkonzert

„Die Stadt entscheidet allein, wo welche Bäume gepflanzt werden. Die Anwohner werden dabei teilweise auch in die Entscheidung mit eingebunden, aber es handelt sich dabei nicht um ein Wunschkonzert“, stellt Claus Vollmer, Umweltbeauftragter der Samtgemeinde Zeven klar.

Baumschutzsatzung seit 2000

Und manchmal darf man nicht einmal den Baum auf dem eigenen Grundstück zu stark beschneiden oder gar fällen. Denn in Zeven gibt es seit 2011 eine Baumschutzsatzung, die alle Laubbäume mit einem Stammumfang von mindestens 200 Zentimeter, gemessen in einem Meter Höhe, betrifft. Doch auch mehrstämmige Laubbäume können unter Umständen unter die Vorgaben der Satzung fallen.