Zeven: Gericht stellt Prozess wegen Brandstiftung ein

Manche Schuld im Strafrecht lässt sich nur schwer messen und noch schwieriger wiegen. Das machte jetzt ein Prozess vor dem Amtsgericht Zeven einmal mehr deutlich.

Angeklagter muss 600 Euro zahlen

Das Gericht unter dem Vorsitz von Richter Demmer stellte das Verfahren gegen einen 53-jährigen Zevener wegen fahrlässiger Brandstiftung und anderer Delikte ein. Er muss  dafür 600 Euro zahlen. Und zwar in sechs Monatsraten zu je 100 Euro.

Psychiatrisches Gutachten entscheidend

Entscheidend für das Gericht war offenbar ein psychiatrisches Gutachten. Es bescheinigte dem Angeklagten eine bipolare Störung. Der hatte, soviel steht fest, am 10. April vergangenen Jahres, eine Reihenhauszeile in der Hohen Luft in Zeven fahrlässig in Brand gesetzt.

Erheblicher Schaden entstanden

Dabei war erheblicher Sachschaden entstanden; mehrere Familien und der Angeklagte selbst wurden zunächst obdachlos, da das Haus monatelang nicht bewohnbar war, und mussten bei Verwandten oder Freunden unterschlüpfen. Der Brand hatte in Zeven und Umgebung für erhebliches Aufsehen gesorgt.

Joachim Schnepel

Joachim Schnepel

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