Prozess in Zeven: Keine Beweise für Prügel-Attacke

Drei Männer waren am Montag wegen einer gefährlichen gemeinschaftlichen Körperverletzung vor dem Amtsgericht Zeven angeklagt. Sie sollen einen 41-Jährigen zusammengeschlagen haben. Nach fast fünfstündiger Verhandlung blieb aber nur ein einfacher Handydiebstahl übrig.

Tat mit verhandelt

Und für den gab es eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten ohne Bewährung für einen 39-jährigen Angeklagten aus Zeven. Das Handy hatte der Mann einer Nachbarin gestohlen. Mit der Körperverletzung hatte diese Tat nichts zu tun. Sie wurde jedoch mit verhandelt.

Schwer verletzt

Der 39-Jährige und die beiden anderen Männer waren angeklagt, einen 41-jährigen Zevener am 5. Januar ohne Grund angegriffen und schwer verletzt zu haben. Dies konnte jedoch nicht nachgewiesen werden. Das Ganze soll sich während eines Trinkgelages in der Wohnung von einem der vier Beteiligten abgespielt haben. So schilderte es jedenfalls das mutmaßliche Opfer, das die Verletzungen auch mit Fotos dokumentierte.

Zeugen stützen Aussage

Eine Aussage, die später von einigen Zeugen gestützt wurde. Der später wegen des Handydiebstahls Verurteilte räumte ein, dass es einige Tage vor dem fraglichen Angriff, vermutlich um Silvester herum, zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen ihm und dem 41-jährigen Zevener gekommen sei. In deren Verlauf habe es auch Schläge gesetzt.

Mehr Details zum Prozess lest ihr am Dienstag in der Zevener Zeitung.

Joachim Schnepel

Joachim Schnepel

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Ich bin seit über 30 Jahren Journalist mit verschiedenen Stationen. Meine Interessenschwerpunkte liegen vorwiegend im kulturellen Bereich. Auch mag ich Musik fast aller Richtungen, mit Ausnahme von Techno und Rap. Privat schwärme ich außerdem für alte Autos.