Zeven: Verein für Gewässerschutz nimmt Brunnenwasser unter die Lupe

Kann ich ein Planschbecken mit Brunnenwasser füllen? Wie hoch ist die Nitratbelastung? Und wie schädlich ist diese für Mensch und Tier? – Es sind Fragen, die am heutigen Mittwoch einige Menschen aus Zeven und umzu beschäftigt haben. Antworten erhielten sie von Harald Gülzow und Milan Toups vom Verein VSR-Gewässerschutz.

80 Proben in zwei Stunden

Fast 80 Proben wurden in zwei Stunden beim Labormobil abgegeben. Insgesamt drei Untersuchungen bietet der Verein an. Die Grunduntersuchung wurde direkt auf dem Zevener Marktplatz durchgeführt.

Chemischer Vorgang

Dafür wurde das Wasser unter anderem mit einem Indikator versehen und anhand der Verfärbung abgelesen, wie stark der Nitratgehalt ist. „Je kräftiger die Farbe ist, desto mehr Nitrat befindet sich im Wasser“, sagt Toups. Das Ergebnis konnten sich die Interessierten kurze Zeit später abholen.

Nitratbelastung im Landkreis

Wer hingegen noch wissen wollte, ob er sein Brunnenwasser auch trinken kann, der muss etwas länger warten. Die Untersuchung dauert mehrere Tage. Die Daten verwendet der Verein im Anschluss, um eine Karte zum Thema Nitratbelastung zu erstellen. Im Landkreis Rotenburg wurden in den Jahren 2013 bis 2017 insgesamt 500 Messpunkte gesammelt. Das Ergebnis: Zehn bis 20 Prozent der Brunnen haben den Grenzwert von 50 Milligramm je Liter überschritten.

Sophie Stange

Sophie Stange

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Sophie Stange kommt gebürtig aus Lutherstadt Wittenberg. Seit September 2016 arbeitet sie als Redakteurin bei der Zevener Zeitung. Zuvor hat sie das Bachelorstudium "Angewandte Medienwissenschaft" an der TU Ilmenau absolviert. Ein zweijähriges Volontariat bei der Schweriner Volkszeitung folgte kurz darauf. Zudem hat sie den Masterstudiengang "Journalismus und Medienwirtschaft" an der Fachhochschule Kiel erfolgreich abgeschlossen.