Zevener Imker fordern mehr Blühpflanzen für Insekten

Um die Artenvielfalt unter den Insekten ist es in Deutschland nicht gut bestellt. Zevener Imker begrüßen deshalb das Volksbegehren „Rettet die Bienen!“.

„Weckruf an die Politik“

Das Volksbegehren in Bayern, das 1.745.383 Personen innerhalb von zwei Wochen unterschrieben haben, lautet zwar „Rettet die Bienen!“, hat aber das Ziel, die Artenvielfalt insgesamt zu erhalten. „Das ist ein Weckruf an die Politik“, meint Bernhard Balmer, Imker und Vorsitzender des Imkervereins Zeven-Sittensen.

Wildbienen sind empfindlich

Die Honigbiene sei ein Nutztier, das von Imkern gepflegt wird, und ein Generalist bei der Blütenwahl. „Sie kann daher kaum stellvertretend für die meisten Insekten stehen. Denn viele heimischen Wildbienen sind Spezialisten und empfindlich gegenüber Lebensraum- und Futterpflanzenveränderungen.“

Imker fordern mehr Engagement

Honigbienen kommen mit einem monotonen Raps-Acker zurecht, während ein solches Feld für die meisten Wildbienen-Arten laut Balmer nur eine gelbe Wüste ist. Landwirte und Hobbygärtner sollten auf blühende Landschaften setzen. „Wir brauchen mehr blühendes Grünland, Zwischentrachten auf den Äckern, mehr Hecken, und mehr blühende Pflanzen in den Gärten“, betont er.

Andreas Kurth

Andreas Kurth

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Andreas Kurth ist gebürtiger Rotenburger, und hat an der Wümme auch das journalistische Handwerk gelernt. Zuvor hat er Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre in Hamburg studiert und mit dem Diplom abgeschlossen. Seit 1993 kümmert er sich bei der Zevener Zeitung darum, was in Stadt und Samtgemeinde Zeven so los ist. Der einst selbst als Spieler und Trainer aktive Kicker ist Mitglied in zwei Fußball-Vereinen - im Heeslinger SC und bei Hertha BSC Berlin.