Zevener Stadtrat gibt grünes Licht für Hochregallager im Honigmoor

Der Weg für ein neues Hochregallager des Deutschen Milchkontors ist frei. Gegen die vier Stimmen der Grünen beschloss der Stadtrat die notwendige Änderung des gültigen Bebauungsplans. Damit ist eine vierjährige Diskussions- und Prüfphase beendet.

Vier Jahre wurde geprüft und diskutiert

Vor der Aussprache erläuterte Fachbereichsleiter Günter Neß das langwierige Verfahren. Vor vier Jahren habe das Deutsche Milchkontor beantragt, ein dem Unternehmen gehörendes und südlich des Tannenkamps gelegenes Grundstück für den Bau eines Hochregallagers zu nutzen. Es gab zahlreiche Gutachten, Anregungen und Bedenken. Nach einem langen Abwägungsprozess stehe nun die Satzung des Bebauungsplans „Zeven-Aspe, Teil III“ zur Beschlussfassung an.

Oetinger hält Plädoyer für das Honigmoor

Für die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen sagte Claudia Oetinger, mit dem Honigmoor gebe es in Zeven ein natürliches Biotop, dass im höchsten Maße schützenswert sei. Ein Kleinod, gewachsen in mindestens 150 Jahren. Es dauere viel zu lange, bis der neu zu pflanzende Wald die gleiche Funktion übernehmen könne. Die Ratsmehrheit entschied sich im Abwägungsprozess anders und genehmigte die Waldumwandlung zugunsten des Hochregallagers. Wie in solchen Fällen üblich, wird es an anderer Stelle zum Ausgleich der Öko-Bilanz Aufforstungen geben.

Andreas Kurth

Andreas Kurth

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Andreas Kurth ist gebürtiger Rotenburger, und hat an der Wümme auch das journalistische Handwerk gelernt. Zuvor hat er Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre in Hamburg studiert und mit dem Diplom abgeschlossen. Seit 1993 kümmert er sich bei der Zevener Zeitung darum, was in Stadt und Samtgemeinde Zeven so los ist. Der einst selbst als Spieler und Trainer aktive Kicker ist Mitglied in zwei Fußball-Vereinen - im Heeslinger SC und bei Hertha BSC Berlin.