Radioaktiver Becher auf Dachboden in Bremen gefunden

Der Fund eines Radium-Trinkbechers auf einem Dachboden in Bremen hat am Montag einen Feuerwehreinsatz zur Folge gehabt. Ein Bürger hatte den Fund am Vormittag gemeldet, wie die Feuerwehr mitteilte.

Trinkbecher soll entsorgt werden

Eine Messung zeigte keine erhöhten Strahlungswerte. Ein mit einem Kontaminationsanzug und Atemschutz ausgestatteter Feuerwehrmann steckte den Gegenstand in ein Schutzgefäß. Der Trinkbecher soll nun fachgerecht entsorgt werden.

Relikt aus der Vergangenheit

Radium-Trinkgefäße wurden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu medizinischen Zwecken verwendet. Die Geräte enthalten eine geringe Menge des radioaktiven Stoffs Radium, der beim Zerfall das schwach radioaktive Edelgas Radon produziert.

Ohne Genehmigung geht nichts

Vermutlich sind auch heute noch viele Radium-Trinkbecher im Umlauf und werden etwa auf Flohmärkten und im Internet angeboten. Nach heutiger Gesetzeslage braucht man für den Besitz eines solchen Gefäßes aber eine sogenannte strahlenrechtliche Genehmigung. Behörden müssen bei solchen Funden die Gefäße sicherstellen und fachgemäß entsorgen. (lni)