Unternehmer Petram will Hochhaus in Bremerhaven bauen

Was haben Bremerhaven und das schwedische Malmö gemeinsam? Bald ein markantes Gebäude: In Malmö ist es das 190 Meter hohe Büro- und Wohnhaus Turning Torso. In Bremerhaven soll das Hochhaus „Sign“ heißen, das Unternehmer Dieter Petram auf dem Gelände der ehemaligen Schichau-Seebeckwerft (SSW) errichten lassen will.

Hochhaus als Impulsgeber für die Quartiersentwicklung rund um die Riedemannstraße

Das 70 Meter hohe Wohn- und Arbeitsgebäude soll eine Landmarke der Seestadt, quasi ein architektonischer Leuchtturm,  und zum Impulsgeber werden für die Quartiersentwicklung rund um die Riedemannstraße. Die Stadt Malmö hat die Umgestaltung einer Werftbrache vorgemacht. Die Parallelen zwischen Malmö und Bremerhaven sind auffallend: Die am Oeresund gegenüber von Kopenhagen gelegene schwedische Stadt lebte zunächst vom Fischfang. Dann brachte die Industrialisierung einen Wachstumsschub – bis zum Niedergang der Werftindustrie in den 1980er Jahren.

Konzept: Stadt ans Wasser heranführen

Die Stadtplaner in Malmö entwickelten darauf Konzepte, um die Stadt ans Wasser heranzuführen. Mittlerweile ist auf einem früheren Werftgelände – dem Västra Hamnen (Westhafen) – ein hochmodernes Stadtviertel entstanden. In Bremerhaven stelle das Areal rund um die Riedemannstraße das interessanteste Entwicklungsgebiet dar, meinte Klaus Becké vom Vorstand des Managerkreises der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Früheres Werftgelände wirkt wie ein Keil

Um hier mit dem Sign-Hochhaus eine zentrale Investition zu tätigen, steht Investor Petram in den Startlöchern. „Wenn Leute von außerhalb in die Stadt kommen, dann wollen sie ans Wasser“, lautet seine Überzeugung. Das frühere Werftgelände liege noch wie ein Keil zwischen den Havenwelten und dem Schaufenster Fischereihafen. „Wir könnten hier eine durchgängige Nähe zum Wasser schaffen, die kaum eine andere Stadt als Bremerhaven zu bieten hätte“, schwärmt der Investor, der jetzt eine detaillierteren Planung beauftragen will.