Bremerhaven: Daten von 43.000 Toten im Internet

Ein Kölner Verein hat in Bremerhaven fast 24.000 Grabsteine fotografieren lassen. Die Daten von mehr als 43.000 Verstorbenen werden dazu in einer Internet-Datenbank veröffentlicht. Rechtlich ist das einwandfrei, denn: Tote genießen keinen Datenschutz.

Anfragen an Datenschützer

Die Datenschützer bekommen schon seit Jahren immer wieder Anfragen, ob der Verein das darf. Er darf es, denn der Datenschutz ende mit dem Tod einer Person, heißt es.

Beitrag zur Ahnenforschung

Die Bremerhavener Friedhofsverwalter haben nichts dagegen, dass auf den Totenackern fotografiert wird. Die Datenbank sei ein Beitrag zur Ahnenforschung. Um die kümmert sich der Kölner Verein auch, die Familiengeschichtsforschung ist inzwischen sogar als Wissenschaft anerkannt.

Zwei Millionen Grabsteine fotografiert

Für den „virtuellen Friedhof“ im Netz wurden deutschlandweit schon mehr als 5150 Friedhöfe und zwei Millionen Grabsteine fotografiert.

Thorsten Brockmann

Thorsten Brockmann

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Thorsten Brockmann ist in Bremerhaven seit seiner Geburt zuhause. In der Bremerhaven-Redaktion der NORDSEE-ZEITUNG arbeitet er seit 1989, zu seinen Themenschwerpunkten gehören die Kreuzfahrtbranche, Wirtschaftsthemen und die Polizeiberichterstattung.