Bremerhaven: „Die Rechte“ will zur Wahl antreten

In Bremerhaven sammelt die Partei „Die Rechte“ derzeit Unterschriften, um zur Bürgerschafts- und Stadtverordnetenversammlungswahl zugelassen zu werden. Der Verfassungsschutz beobachtet die Partei und bezeichnet die Mitglieder als Neonazis. Ein breites gesellschaftliches Bündnis ruft zur Gegendemonstration am Sonnabend auf. 

90 Unterschriften benötigt

„Die Rechte“ ist in den vergangenen Monaten in Bremerhaven vor allem durch Sticker-Aktionen und Pöbeleien gegen politisch Andersdenkende aufgefallen, jetzt sammeln sie Unterschriften, um zur Wahl zugelassen zu werden. 90 Stück braucht eine Partei dafür.

Verfassungsschutz bezeichnet „Die Rechte“ als Neonazis

Der Verfassungsschutz beobachtet „Die Rechte“ und bezeichnet deren Mitglieder als Neonazis, die antisemitisch und islamfeindlich seien. Ihre Mitglieder kämen aus verschiedenen nationalsozialistischen Kreisen und der Hooligan-Szene, der Landesvorsitzende Alexander von Malek war NPD-Funktionär und ist jetzt Spitzenkandidat.

Aktionsbündnis ruft zur Gegendemo auf

Das „Aktionsbündnis gegen Rechts“ will diese Entwicklung laut Mitbegründerin Hanne Beutel nicht hinnehmen und ruft für kommenden Sonnabend ab 11 Uhr zu einer großen Demonstration vor dem Stadthaus 1 auf. „Wir wollen ein Zeichen setzen für ein tolerantes, friedliches, weltoffenes Bremerhaven“, Beutel. 60 Gruppen aus allen Teilen der Gesellschaft hätten sich für die Demonstration zusammen getan.

Laura Bohlmann-Drammeh

zeige alle Beiträge

Nach dem Studium der Journalistik und der "Modern Indian Studies" in Bremen, Göttingen und Indien, hat Laura Bohlmann-Drammeh in Bremen volontiert. Jetzt unterstützt sie die Nordsee-Zeitung in der Stadtredaktion und freut sich, wieder in der alten Heimat zu sein. Aufgewachsen ist sie nämlich in Cuxhaven.