Bremerhaven: Immer mehr Anwohner melden feuchte Keller

Nach dem Aus der Wasserförderung in Bremerhaven-Wulsdorf hat sich der Grundwasserstand eingepegelt. Trotzdem nehmen die Meldungen von feuchten Kellern zu.

Forderung: Entwässerung

Fast täglich klingelt bei Katharina Schmitz das Telefon. „Die Leute sind verzweifelt, warten darauf, dass endlich Abhilfe geschaffen wird“, sagt Schmitz, bei der die Fäden der Interessengemeinschaft „Wasserwerk Wulsdorf“ zusammenlaufen. Ihre Forderung: „Es wird höchste Zeit, dass die Verantwortlichen handeln, und die im Einwohnerantrag geforderten Entwässerungsmaßnahmen realisiert werden.“

187 Gebäude in Bremerhaven

In dem von Experten errechneten Gefahrenbereich rund um den Wasserwerkswald liegen 187 Gebäude mit Keller. 79 Hauseigentümer nahmen das Angebot des Hilfsfonds-Wulsdorf an, den Zustand ihrer Häuser dokumentieren zu lassen. Die Bestandsaufnahmen sind inzwischen abgeschlossen. Das Expertenergebnis: Bei 11 Häusern sind Schäden durch Wasser erkennbar und bei 16 Gebäuden wurden große Probleme durch Risse und Feuchtigkeit in der Kellersohle festgestellt.

Stau- und Schichtwasser bereitet Probleme

Dass auf Wiesen und in Gärten das Wasser im Moment besonders hoch steht, liege am sogenannten Stau- und Schichtenwasser und nicht am hohen Grundwasserstand, versichert Lutz Becker, Leiter des Umweltschutzamtes. „In den vergangenen Monaten hat es einfach zu viel geregnet. Die Böden sind gesättigt.“