Bremerhaven: Polizeieinsatz am Zirkuszelt sorgt für Aufregung

Der Aufbau des „Circus Busch aus Berlin“ auf dem Wilhelm-Kaisen-Platz in Bremerhaven ist am Montag von einem Polizeieinsatz unterbrochen worden. Im Fokus der Beamten: ein nicht verkehrssicherer Zirkuswagen.

Dieselkanister statt Tank

Bereits am Sonntag war das Gespann auf der A27 von der Polizei angehalten worden. Bei der Kontrolle hatten die Beamten diverse technische Mängel festgestellt: „Die Ladefläche des Anhängers wurde unerlaubt verlängert“, erklärt der Einsatzleiter. An der Zugmaschine wurde anstelle des Tanks provisorisch ein Dieselkanister angebracht.

Lkw hatte Zirkuszelt geladen

Eigentlich hätte das Fahrzeug nicht mehr bewegt werden dürfen. Daran aber hielten sich die Zirkusmitarbeiter nicht, schleppten den Wagen nach eigenen Angaben in der Nacht zum Wilhelm-Kaisen-Platz. „Das war natürlich nicht in Ordnung“, weiß René Scholl. Das Problem: Mit dem Gespann wurden Zelt und Masten transportiert. „Wir hätten also nicht aufbauen können.“

Fahrzeuge stillgelegt

Das Ergebnis der TÜV-Untersuchung ist eindeutig: beide Fahrzeuge sind nicht verkehrssicher. Sie werden stillgelegt, müssen repariert werden. Überraschend kommt das für die Zirkusfamilie nicht: Der Tank der Zugmaschine sei am vorherigen Gastspielort von Unbekannten mit Sand gefüllt worden und nicht mehr zu retten gewesen. Deshalb sollte das Provisorium in Bremerhaven repariert werden.

Ann-Kathrin Brocks

Ann-Kathrin Brocks

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Ann-Kathrin Brocks ist seit Oktober 2015 Projektredakteurin bei der Nordsee-Zeitung, wo sie auch volontiert hat. Zuvor hat sie an der Universität Siegen „Literary-, Cultural- & Media-Studies“ sowie „Visual Studies & Art History“ studiert.