Bremerhaven will Analphabeten mit Pop-Up-Store erreichen

In Bremerhaven leben hochgerechnet 9000 Menschen, die nicht richtig lesen und schreiben können. Das Problem geht die Bremerhavener Fachstelle für Alphabetisierung nun intensiv an. Bis Freitag gibt es einen Pop-Up-Store in der „Bürger“, der für Betroffene und Interessierte geöffnet hat.

Hafenarbeiter stellt sich dem Problem

Damit wollen unterschiedliche Akteure der Stadt zeigen, dass es auch noch im hohen Alter möglich ist, lesen und schreiben zu lernen. Uwe Boldt ist einer von 6,2 Millionen Menschen in Deutschland, die nicht richtig lesen und schreiben können. Seit etwa 20 Jahren stellt sich der 60-jährige Hafenarbeiter seinem persönlichen Problem. Zweimal wöchentlich besucht er einen Kurs in der Volkshochschule, um Lesen und Schreiben zu lernen.

Laden auf Zeit

Um Menschen wie Uwe Boldt vor Ort zu helfen, öffnet die Bremerhavener Fachstelle für Alphabetisierung bis Freitag den Alpha-Shop, den Pop-Up-Store für Grundbildung. Die Pop-Up-Stores sind Kurzzeitläden, die kurzfristig im Stadtgebiet „aufpoppen“ und nach kurzer Zeit wieder verschwinden. Der Laden in der Bürgermeister-Smidt-Straße 116 kann bis Freitag von 11 bis 17 Uhr besucht werden.