Kritik am Supermarkt-Neubau auf dem Kistnergelände in Lehe

Um das Äußere des geplanten Edeka-Marktes auf dem Kistnergelände in Bremerhaven wird noch gerungen. Denn der Neubau soll in unmittelbarer Nachbarschaft der denkmalgeschützten Stindt-Villa in der Hafenstraße errichtet werden.

„Das war nicht sehr klug“

Dabei sind Schutzvorschriften zu berücksichtigen und die Genehmigung des Landesamtes für Denkmalpflege einzuholen. Doch das sei erst sehr spät in die Planung einbezogen worden, kritisiert Landeskonservator Prof. Dr. Georg Skalecki: „Das war nicht sehr klug.“ Nun gibt es einen Konflikt.

Historisches Gebäude dar nicht übertönt werden

Beim Umgebungsschutz für Kulturdenkmäler ist darauf zu achten, dass das historische Gebäude vom Neubau nicht bedrängt und übertönt wird. Ein weiterer, rechtlich nicht genau definierter Grundsatz besagt, dass die Achtung gegenüber den Werten, die das Denkmal verkörpert, erkennbar sein muss.

Nachträglicher Antrag ein Problem

Nun ist die zeitgenössische Supermarkt-Architektur zwar per se schwer in Einklang zu bringen mit einem 1880 errichteten Haus. Da der Neubau jedoch sechs Meter Abstand hält, wäre er in der ursprünglich geplanten Form möglicherweise genehmigungsfähig gewesen. Eine nachträglich beantragte Auskragung in Richtung Stindt-Villa allerdings nicht.