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Der Hafen ist gut vorbereitet für sehr große Schiffe

Der Hafen in Bremerhaven ist für übergroße Schiffe gut gerüstet – auch wenn die Kaiserschleuse „nur“ eine Länge von 305 Metern hat. Mit einer sogenannten Dockschleusung, bei der beide Schleusentore geöffnet werden, kommen auch diese Schiffe in den Hafen, versichert Henry Behrends, Chef der Hafenunterhaltung bei der Hafengesellschaft Bremenports. Das hat die Gesellschaft jüngst getestet.

Allerdings hat Behrends einen Heidenrespekt vor einer Dockschleusung. Denn wenn beide Tore geöffnet werden, besteht die Gefahr, dass der Hafen buchstäblich leer laufen könnte. „Und unsere Hafenanlagen sind nicht dafür ausgelegt, dass im Hafen kein Wasser ist“, betont Behrends. Trotzdem sei so etwas aber in Ausnahmefällen möglich – unter bestimmten Bedingungen und, wenn sichergestellt ist, dass zumindest ein Tor auch wieder geschlossen werden könne.

Hafenstrom, Notstromgenerator und Schlepper zur Sicherheit

Betrieben wird die Schleuse über den Hafenstrom. Zusätzlich besitzt sie einen Notstromgenerator. Und dieser wird bei einer Dockschleusung mit eingeschaltet. Zusätzlich ist ein Schlepper mit 50 Tonnen Zugkraft im Einsatz, der im Notfall ein Schleusentor mit Kraft zuziehen kann. „Bei der Dockschleusung kommt es auf Schnelligkeit an. Andererseits muss aber auch mit einer bestimmten Zeit gerechnet werden – vor allem, wenn es sich um einen Havaristen ohne Antrieb handelt“, erläutert Behrends.

Etwa 70 Minuten Zeit

Die Tests mit der Schleuse ergaben, dass etwa 70 Minuten für eine Dockschleusung zur Verfügung stehen. Außerdem darf der Wasserstand nicht über einen halben Meter  über dem mittleren Wasserstand steigen. Bisher wurde allerdings ohne Schiff getestet, das soll aber noch nachgeholt werden. Interessant werden dürfte die Dockschleusung unter anderem für die Werften.