Diese Männer sind die „Umweltengel“ von Bremerhaven-Lehe

Seit November sind in Bremerhaven-Lehe vier „Umweltengel“ unterwegs. Eigentlich heißt ihr Job Umweltwächter. Aber die Männer sind Mülldetektive, Dolmetscher und irgendwie auch Diplomaten. Ihre Mission: Müll entdecken, Müll entfernen lassen – und Menschen überzeugen, sich mit Müllentsorgung auseinanderzusetzen.

Vier Männer – mehrere Sprachen

Fanar Hamo (43) war in Syrien Verkäufer, er lebt seit drei Jahren in Lehe. Auch Joan Hussein hat der Krieg aus Syrien vertrieben – der studierte Erzieher ist 33 Jahre alt und lebt seit fünf Jahren in Bremerhaven. Der 60-jährige Klaus Platter und der 33-jährige Mustafa Yilmaz sind waschechte Bremerhavener, die die Nachbarschaft im Quartier gut kennen. Weil seine Eltern aus der Türkei kommen, spricht Yilmaz auch türkisch.

Im Einsatz für Lehe

Sie alle arbeiten beim Arbeitsförderungs-Zentrum (afz) als Umweltwächter. Deutsch, arabisch, türkisch, kurdisch – die Umweltwächter sind nicht nur Mülldetektive, die diplomatisch agieren, sie sind auch Dolmetscher. Ihre neue Arbeit nehmen sie ernst: Lehe soll schöner werden – und sicherer. Dass zu vermitteln, dafür bringen die Männer einiges mit: Gelassenheit, Präsenz und Einfühlungsvermögen, Behördenkontakte.

Was die Männer erleben und wer das Programm finanziert, lest ihr am Donnerstag in der NORDSEE-ZEITUNG.

Maike Wessolowski

Maike Wessolowski

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In Remscheid, der "Seestadt auf dem Berge", aufgewachsen. Nach beruflicher und privater Wanderschaft durch Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Hessen hat sie in der Seestadt Bremerhaven festgemacht. Dort, wo schon der Opa am liebsten Schiffe geguckt hat, will sie Menschen und ihre spannende Geschichten entdecken.