Feuer: Experten sollen Brandgefahren in Problemimmobilien erkennen

Der Großbrand in der Bremerhavener Wülbernstraße und weitere Feuer haben bei Brandschützern und bei der Politik Alarm ausgelöst. Eine dezernatsübergreifende Expertenkommission der Stadt soll künftig frühzeitig Gefahren in Problemimmobilien erkennen. Dafür hat sich der zuständige Fachausschuss auf Antrag von SPD und CDU einstimmig ausgesprochen. Feuerwehrdezernent  Jörn Hoffmann (SPD) erläutert das Vorhaben.

Zahl der Wohnungsbrände ist stark angestiegen

„Die Anzahl der Wohnungsbrände ist im Quartalsvergleich zum ersten Quartal 2016 von 27 auf 66 Einsätze gestiegen“, sagt Hoffmann. Der Schwerpunkt liege in den Stadtteilen Lehe, Mitte und Geestemünde. Bei Wohnungsbränden komme es auf Grund der Rauchentwicklung und Rauchausbreitung in die Rettungswege zu einer hohen Gefährdung für die Bewohner und natürlich auch für die Einsatzkräfte der Feuerwehr.

Bereits im Vorfeld präventiv eingreifen

„Ein enges ämterübergreifendes Netzwerk zur Sammlung und Aufbereitung aller Informationen ist notwendig, um bereits im Vorfeld präventiv eingreifen zu können“, betont Hoffmann. Dabei seien beispielsweise die Gas- und Wasserversorgung, Überbelegungen und  Schrottimmobilien zu berücksichtigen. „Dafür ist die Expertenkommission sehr gut geeignet, ich rechne hier mit sehr schnellen, ersten Ergebnissen“, ist der Feuerwehrdezernent zuversichtlich. Er fordert zudem dringlich den Bau einer Nordfeuerwache, um ein schnelles Eintreffen der Feuerwehr auch im Stadtnorden zu gewährleisten.