Frosta: Was der Zutatentracker verrät

Wo welche Zutat herkommt, ist kein Geheimnis. Deshalb ist es für den Tiefkühlhersteller Frosta mit Sitz in Bremerhaven selbstverständlich, seine Kunden darüber zu informieren. Und zwar auf jeder Packung. Der sogenannte Zutatentracker verrät dem Verbraucher nicht nur, was in der Frosta-Tüte an Zutaten verarbeitet wurde, sondern auch woher diese stammen. Und zwar lückenlos. Ein Versuch mit einem der Verkaufshits aus dem Frosta-Sortiment – Bami Goreng. Allein in 2015 hat Frosta rund zwei Millionen Beutel verkauft, vor allem in Deutschland, eine kleinere Menge aber auch in Polen und Österreich. 

Bami Goreng ist beim Tiefkühlhersteller Frosta mit Sitz in Bremerhaven ein Verkaufshit.
Bami Goreng ist beim Tiefkühlhersteller Frosta mit Sitz in Bremerhaven ein Verkaufshit. Foto Frosta

 

L6055F12 steht auf einer der Tüten. Auf der Homepage von Frosta geht es mit diesem Code auf eine Weltreise. 20 Zutaten hat der „Peter von Frosta“ gebraucht, um das indonesische Gericht für den Endverbraucher zu kochen, der nur noch die Tüte aufreißen muss. Von der Bandnudel aus der eigenen Herstellung (Hamburg) bis hin zur Zwiebel ist alles aufgeführt.

Die Zutaten für das Bami Goreng

Die Bandnudeln werden bei Frosta selbst hergestellt: aus Wasser, Hartweizengrieß und Eiern von Hennen aus der Freilandhaltung. Wenn der Teig fertig ist, wird er sofort tiefgefroren.

Bandnudeln
Foto Frosta

Das Hähnchenfleisch ist aus Thailand. Es stammt aus Betrieben mit EU-Zertifikat. Von der Haltung der Elterntiere, über die Brüterei bis hin zur Aufzucht der Kücken sind alle Schritte in einem geschlossenen System. Und: Die Tiere haben 20 Prozent mehr Platz als in Deutschland vorgeschrieben.

Auch die rote Paprika darf im Bami Goreng nicht fehlen. In dem Gericht wird eine besonders dickfleischige Sorte verwendet, die nicht nur saftig ist, sondern auch von Hand gepflügt wird. Frosta verspricht: „Unser Gemüse stammt ausschließlich aus Freilandanbau und nie aus Gewächshäusern.

Paprika
Foto Frosta

Champignons mögen es dunkel und brauchen eine hohe Luftfeuchtigkeit. Für das Bami Goreng von Frosta werden braune und weiße Champignons aus den Niederlanden geliefert. Sie werden frisch geschnitten und in kürzester Zeit verarbeitet.

Champignons
Foto Frosta

Was in rot geht, passt in dem indonesischem Gericht auch in Grün. Deshalb findet sich in der Tiefkühltüte auch grüne Paprika, die aus Spanien kommen. Auch die grünen sind dickfleischig und werden von Hand gepflückt.

Bambus eignet sich nicht nur, um Pflanzen zusätzlichen Halt zu geben. Die Sprossen werden in China aus Bambusscheiben der jungen Bambuspflanze gewonnen. Diese werden aus dem Boden ausgegraben und anschließend von der Rinde befreit. Denn benötigt wird nur das feste, hellgelbe Fleisch in der Mitte der Sprosse.

Bambussprossen
Foto Frosta

Zuckermais hört sich nicht nur süß an, sondern ist es auch. Bei Frosta wird nur eine besonders süße und zarte Mais-Sorte verwendet. Der kommt aus Ungarn.

Zuckermais
Foto Frosta

Zwiebeln aus Polen: Sie sind mild und werden innerhalb kürzester Zeit nach der Ernte geschält, in Scheiben geschnitten und frisch tiefgefroren. So können die Zwiebeln sofort weiterverarbeitet werden.

Die Frühlingszwiebeln hingegen haben einen weiten Weg. Sie kommen aus China (Region Shandong). Für die Frosta-Verarbeitung werden sie handverarbeitet. Auch die Frühlingszwiebeln sind aus dem Freilandanbau, sie wachsen also nicht in Gewächshäusern.

Frühlingszwiebel
Foto Frosta

Der Mu-Err-Pilz wächst in der chinesischen Region Guangdong. Er wird auch Black Fungus genannt. Er ist dunkelbraun, wächst an Baumstämmen und wird per Hand geschnitten. Er ist besonders in asiatischen Speisen zu finden.

Frosta kauft seine Sojasauce von Kikkoman. Die Firma braut seine Sojasauce nach einem traditionellen Verfahren aus folgenden Zutaten:  Sojabohnen, Weizen, Wasser und Salz. Kikkoman verzichtet – genau so wie Frosta – auf die Zugabe von Aromen, Geschmacksverstärkern, Farbstoffen und Konservierungsstoffen.

Kikkoman präsentiert: Die neue Soja-Würzsauce Süß
Foto obs/Kikkoman Trading Europe GmbH

Das Sonnenblumenöl wird nicht chemisch extrahiert, sondern nur gepresst. Die Ausbeute ist zwar geringer, dafür bleiben viele wichtige Vitame und Fettsäuren in ihrer ursprünglichen Form erhalten. Das Öl wird aus den Samen der Sonnenblumen hergestellt. Es ist geschmacks- und geruchsneutral. Frosta verwendet ein Sonnenblumenöl in Bio-Qualität. In der Ukraine sind die die Böden und die klimatischen Verhältnisse optimal, deshalb zählt das Land zum Hauptanbaugebiet. Der Ölgehlt dieser Saat liegt bei 52 bis 58 Prozent.

Für das „richtige“ Speisesalz hat Frosta eine eigene Salzmühle. Denn der Tiefkühlhersteller kocht nur mit reinem Steinsalz ohne Jodzusatz und Trennmittel. Deshalb neigt es zu starken Verklumpungen.

Salz
Foto Frosta

Auch Knoblauch kommt bei „Peter von Frosta“ in die Pfanne. Ausschließlich frische Knoblauchzehen werden verkocht. Das sei viel leckerer als industriell herstelltes Knoblauchpulver, so die Firmenphilosopie. Die ganzen Zehen werden direkt vor der Produktion in der hauseigenen Knoblauchpresse verarbeitet.

Sambal ist eine asiatische Paste aus Wasser, Chili, Essig und Paprika – und scharf. Es ist ein typisches Produkt aus Indonesien, aber auch in Malaysia beliebt. Die Paste wird in Schälchen insbesondere zu Fisch, Fleisch und Gemüse gereicht, lässt sich aber auch direkt verkochen.

Auch Koriander findet sich in Bami Goreng von Frosta. Sein Geschmack ist leicht bitter. Getrocknet und gemahlene Koriandersamen sind ein Currybestandteil.

gewürze
Foto Frosta

Kräftig rot, würzig und mild süßlich – das Paprikapulver edelsüß bezieht Frosta aus Brasilien. Dazu werden die reifen und getrockneten Paprikafrüchte vermahlen.

Frosta AG
Foto Frosta

Kreuzkümmel ist ein Gewürz, das aus den gemahlenen und getrockneten Früchten der Pflanze gewonnen wird, die zur Familie der Doldenblütler gehört. Es wird auch gern mit Koriander kombiniert.

Der schwarze Pfeffer kommt aus Vietnam. Bei Frosta werden die Pfefferkörner in der Gewürzmühle frisch gemahlen.

Wer Chilischoten trocknet und anschließend mahlt, der bekommt Cayennepfeffer. Allerdings ist der ein bisschen bitterer im Geschmack und beißend scharf.

Chilischoten
Foto Frosta

Auf einer Karte ist die Herkunft aller Zutaten aus dem Tiefkühlgericht Bami Goreng aufgeführt.

Lili Maffiotte

Lili Maffiotte

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Lili Maffiotte, Spanierin mit kompliziertem Namen, aber ohne Spanischkenntnisse, geboren und aufgewachsen in Norddeutschland. Seit 23 Jahren bei der NORDSEE-ZEITUNG - als gelernte Fotografin von der Bildredaktion über ein Volontariat in die Lokalredaktion mit Zwischenstationen in der Sportredaktion. Seit Oktober 2015 in der Online-Redaktion für die Social-Media-Kanäle zuständig.