Gedenken an Fukushima vor der Großen Kirche

Ihre Heimat ist verstrahlt und unbewohnbar. 100 000 Menschen hausen noch immer in Notunterkünften. Auch fünf Jahre nach der Katastrophe von Fukushima mit tausenden Toten ist an Normalität in dieser Region nicht zu denken. Mit einer Gedenkveranstaltung vor der Großen Kirche wurde in kleiner Gruppe der Opfer gedacht.

Mahnwache setzt seit fünf Jahren Zeichen

Ein Erdbeben der Stärke 9 und der folgende Tsunami verursachten vor fünf Jahren den Reaktorunfall. Seitdem setzt die Fukushima-Mahnwachengruppe jeden Montag ein Zeichen in der Fußgängerzone. Am Freitag unterstützt von Greenpeace-Mitgliedern. In Koordination mit Bündnis 90/Die Grünen und dem BUND Unterweser hatten sie zu der Gedenkveranstaltung  eingeladen. „Eine Abschaltung aller Atomkraftwerke (AKW) ist das Ziel“, sagte Helga Schühle vom Vorstand des BUND. Noch immer seien bundesweit acht AKW in Betrieb.

Rückbau des Atomkraftwerks Unterweser im Blick

Gut beobachten, so Schühle, müsse man den Rückbau des AKW Unterweser, das seit 2011 vom Netz ist. Noch immer ist kein Endlager für den Atommüll gefunden. Dass die abgekühlten Brennelemente in einem Zwischenlager überirdisch auf dem Gelände des AKW untergebracht werden sollen, hält Schüle für bedenklich. „Sturmfluten sind eine große Gefahr“, so Schühle.