„Gorch Fock“ muss lange in der Werft bleiben

Das Segelschulschiff „Gorch Fock“ bleibt noch für mehrere Monate im Schwimmdock 1 der Bredo-Werft liegen. Denn es sind Schäden am Oberdeck aus Teakholz entdeckt worden. Und das hat Folgen.

Ausbildungsfahrten auf der „Gorch Fock“ fallen aus

Die im Frühjahr und Sommer 2017 geplanten Ausbildungsfahrten der aktuellen Offizierslehrgänge fallen aus. Die Marine prüft derzeit Alternativen für die Segelausbildung der Offiziersanwärter. Auch die Teilnahme an dem Hamburger Hafengeburtstag im Mai 2017 ist unklar. Wie lange sich die Werftliegezeit der „Gorch Fock“ wegen der weiteren Reparaturen verlängern wird, ist noch nicht bekannt.

Teakholz aus Süd-Ost-Asien ist stark nachgefragt

Das bestätigte Marinesprecher Achim Winkler inzwischen dem Sender NDR 1 Welle Nord: „Diese Teakholz-Planken liegen nicht irgendwo im Regal und warten darauf, dass man sie abruft und auf dem Schiff verbaut.“ Denn für das seewasserbeständige aus Süd-Ost-Asien stammende Teakholz gibt es eine große Nachfrage – auch im gerade boomenden Kreuzfahrt- und Yachtneubaugeschäft.

Bund der Steuerzahler ist empört

Der Bund der Steuerzahler hält die aufwendigen Reparaturen des Marine-Segelschulschiffs „Gorch Fock“ für Geldverschwendung. Ein Neubau wäre günstiger, heißt es im Schwarzbuch 2016/17, das der Präsident des Steuerzahlerbundes in Schleswig-Holstein, Aloys Altmann, am Donnerstag in Kiel vorstellte.