Immer weniger Bäcker in Bremerhaven

Dieser Niedergang ist gewaltig: Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte die Bäcker-Innung Bremerhaven-Wesermünde rund 160 Mitglieder, heute sind es nur noch zehn. „So viele gab’s früher allein in der Hafenstraße“, sagt Werner Lehmann, Ehrenobermeister der Innung und Mitglied von dessen Seniorenstammtisch. Dieser wird jetzt 35 Jahre alt. Anlass für einen Rückblick auf ein verändertes Handwerk.

Das Aufkommen der Discounter und Supermärkte habe spätestens ab den 70er Jahren dafür gesorgt, dass nach und nach immer mehr kleine Bäckereien aufgeben mussten. „In den großen Geschäften bekamen die Leute eben alles auf einmal, nicht nur Brot“, erklärt Werner Lehmann.

Bäcker-Senioren betrachten Entwicklung mit gemischten Gefühlen

Er und seine Kameraden vom Seniorenstammtisch sehen diese Entwicklung mit gemischten Gefühlen. So sagt Dietrich Niemeyer: „Natürlich ist es schade für die kleinen Bäcker. Aber wenn die Kunden so einkaufen wollen, wie sie es tun, dann ist das halt so. Vernünftig ist, wer sich an diesen Zeitgeist anpasst.“

Heute hat die Bäcker-Innung Bremerhaven-Wesermünde noch zehn Mitglieder. Mehr dazu steht hier. Außerdem gibt es zu diesem Thema einen ausführlichen Bericht in der NORDSEE-ZEITUNG.