Bremerhaven verliert Kampf um Borgward

Bremerhaven hat den Wettlauf um Borgward verloren. Das Unternehmen will sein Montagewerk in Bremen bauen.

Borgward will ein 140 000 Quadratmeter großes Grundstück auf dem Güterverkehrszentrum in Bremen erwerben. Zum Kaufpreis äußerte sich das Wirtschaftsressort nicht.
Bremerhaven hatte zwei Grundstücke in der Hinterhand. Borgward wurden Flächen auf dem Carl-Schurz-Gelände und auf dem Gewerbegebiet Luneplate angeboten.

Überfällige Entscheidung von Borgward

Die Borgward-Entscheidung war überfällig. Angekündigt war sie Mitte Dezember vergangenen Jahres. Immer wieder besuchte seit dem eine Delegation des chinesischen Eigentümers Foton das Land und schaute sich Flächen an. „Das war keine Entscheidung gegen Bremerhaven, sondern eine für Bremen“, sagt Borgward-Sprecher Marco Dalan.
Das benötigte Areal wurde größer. Zunächst war von einer 10000 Quadratmeter großen Halle so wie einer ebenso großen Zusatzfläche die Rede. Nun ist der benötigte Platz siebenmal so groß.

Borgward erwartet höhere Absatzzahlen

Borgward will in der Halle in China vorgefertigte Elektro-Autos montieren. Hier sollen Einzelteile wie Batterien und Stoßfänger eingebaut werden. Der vergrößerte Platzbedarf lässt darauf schließen, dass Borgward von größeren Absatzzahlen als bislang geplant ausgeht. Dalan sagt, dass Borgward das Werk auf 50000 Autos pro Jahr ausrichte. Es soll das Kompetenzzentrum für Elektro-Autos werden. Zunächst geht er von 100 Arbeitsplätzen aus. Im Oktober vergangenen Jahres hatte Borgward angekündigt, im Land Bremen Autos bauen zu wollen. Seit dem stehen die Wirtschaftsförderer beider Städte in Konkurrenz um die Ansiedlung.